CD: Chicago Diary
Also: Sue hat mich ein wenig enttaeuscht. Es ist durchaus beeindruckend, solch ein altes Lebewesen zu betrachten. Aber das groesste der Welt? Da finde ich die Teile, die in Frankfurt/Main ausgestellt sind beeindruckender. Sind die Frankfurter Dinosaurier vielleicht nicht echt, sodass die Leute in Chicago womoeglich zurecht vom groessten Exemplar der Welt sprechen?
Nach dem Museumsbesuch habe ich einen Linienbus bestiegen und bin tief hinein in die South Side gefahren, bis zur 63. Strasse. Bereits nach ein paar Blocks hinter dem ‘Stadtzentrum’ aendert sich das Bild entscheidend. Vor Allem: es gibt ausschliesslich scharze Leute. Ich war der einzige Weisse. 63 Strassen sind ein langer Weg. Er dauert eine Stunde. Ich muss gestehen, dass mir auch ein wenig mulmig war. Der Bus wurde immer voller. Die Umgebung machte gar keinen grossstaedtischen Eindruck mehr. Als ich in der 63. Strasse ausgestiegen bin, wurde ich mehrfach angesprochen. Auf das Freundlichste und Netteste: Wo will ich hin- ist alles okay? Sie sehen so toll aus, die Blacks. Im Bus waren alle Generationen vertreten- vom Baby ueber Teens bis hin zu Greisen im Rollstuhl. Alle waren wunderschoen anzuschauen: Haarschmuck, tolle Klamotten, Schuhe etc..Die jungen Leute sind auch nicht so deformiert wie die weissen Amerikaner. Ich habe mich-nach anfaenglicher Mulmigkeit- sehr wohl gefuehlt.
Anschliessend- wieder in meinem Viertel: Fixierung eines Friseurtermins fuer morgen (Frank’s Barber Shop) und Herrenausstatter. Ich habe zwei wunderschoene Hemden erworben. Hosen sind ein Problem. Ich weiss ja: man muss alt werden. Aber auch fett? Wenn ich wieder in good old Europe bin, muss ich unbedingt ein ‘get slim’ Programm starten.
Juli 16th, 2010 at 11:49 am
Lieber Konstantin,
ich freue mich immer sehr, wenn ein neuer Teil deines Reiseberichtes zu lesen ist.
Ist jedes Mal ein Highlight des www-Besuchs und hört sich wirklich extrem interessant und spannend an.
Vielen Dank für die coole Karte übrigens.
Liebe Grüße und noch viel Spaß,
Tobi