Nur in Amerika
Montag, Juli 12th, 2010Man kann hier uebrigens ganz gut Essen gehen. Habe ich heute gemacht. Wenn der Amerikaner sich Muehe gibt, kann es ganz passabel sein bzw. ist es nicht unbedingt ekelig. By the way: Ich finde das System, dass der Kellner kein festes Gehalt hat, sondern nur vom ‘Tip’ lebt ganz gut. Heute bekam ich den ‘blank plate’ Award. Ich wiederum habe ihn zum ‘Waiter of the Year’ gekuert. Man braucht natuerlich ein Restaurant und das geht nur in einer halbwegs belebten Innenstadt. Aber von Anfang an: Nachdem ich aus Michigan City geflohen bin nach South Bend und mich dort im einzigen ‘Downtown Hotel’, dem teuren Marriot Hotel eingemietet habe, bin ich erstmal auf Erkundigungstour gegangen. Tote Hose. Es gibt zwar Fussgaengerwege, aber trotzdem glaubte ich, mich in einer Geisterstadt zu bewegen. Ploetzlich dringt der Klang von Livemusik an mein Ohr. Fuehrwahr: an dem Ufer des Flusses fand ein ‘Family Fun Event’ statt. Auf diesem spielte eine Band bestehend aus alten Motown Veteranen plus einer super heissen Frontfrau, die super heisse Soulmusik zum besten gab. Ich will ja keinem zu nahe treten, aber SO kann nur der amerikanische Mensch musizieren. Aber nicht nur das! Das Publikum, vom Kleinstkind bis zum Greis bis zum Rollstuhlfahrer, weiss und schwarz were having a helluva Party. Auch das gibt es nur in Amerika. Tut mir leid. Uebrigens befinden wir uns nur wenige Meilen von dem Ort entfernt, aus dem Michael Jackson stammt (nicht, dass Michael Jackson etwas mit Soul Musik zu tun haette). Es ist interessant zu beobachten, dass diese Musik in diesen Breiten (Indiana) eine sehr grosse Rolle zu spielen scheint. Zusammenfassend: ich habe live noch nie so mitreissende Soulmusik erleben duerfen. Kompliment und Thanks! Ich weiss aber auch, dass Texas mein Lieblingsstaat ist. Ich vermisse die heisse Texas Sonne und die netten Texaner. Plus ob ihr’s glaubt oder nicht: auch der texanische Wein ist gar nicht schlecht.
PS: Eigentlich wollte ich heute gleich weiter nach Peru/Indiana zum Geburtshaus und zum Grab Cole Porters. Leider-jetzt sage ich zum Glueck- wollte mich die Busfahrerin nicht mitnehmen. Fahrkarten bekommt man nur im Office, und dieses hatte am heutigen Sonntag geschlossen. Es hat auch nicht geholfen, dass ich den entsprechenden Computerausdruck dabei hatte, auf dem stand, das ich alles schon bezahlt und gebucht hatte. Nein- es muss das Ticket sein (bekommt man nur im Office gegen Vorlage des Ausdrucks). Kennt man doch aus Deutschland, dass man an jedem beliebigen Ort in jeden beliebigen Bus einsteigen kann. Nicht so hier! Danke, denn so durfte ich heute dieses unvorhergesehene unvergessliche Erlebnis haben!